Am 23. März 2026 fand im Zentrum Digitalisierung (ZD.BB) in Böblingen die Auftaktveranstaltung des JOBvision-Projekts „DiKITransPRO“ statt. Dabei wurde die zentrale Bedeutung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) für die beruflichen Ausbildung deutlich. Für viele Unternehmen steht fest: Ohne moderne Ausbildungsansätze wird es zunehmend schwieriger, Fachkräfte mit den erforderlichen Kompetenzen zu gewinnen.
Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Industrie und Handwerk in der Region Stuttgart sehen sich zunehmend mit der Herausforderung konfrontiert, ihren künftigen Fachkräftebedarf zu sichern. Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt und es ist schwierig, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an eine zeitgemäße und attraktive Ausbildung. Digitalisierung und KI verändern in rasantem Tempo Arbeitsprozesse, Geschäftsmodelle und Qualifikationsanforderungen. Gleichzeitig fehlen vielen Betrieben die personellen Ressourcen und die Zeit, um neue digitale Werkzeuge oder KI-Anwendungen systematisch und praxisnah in den Ausbildungsalltag zu integrieren.
Die digitale Transformation wirkt sich längst nicht mehr nur auf Produktions- oder Verwaltungsprozesse aus. Sie verändert auch zunehmend Lernformen, Ausbildungsinhalte und die Rolle der Ausbilderinnen und Ausbilder. Gleichzeitig wandeln sich die Erwartungen junger Menschen an moderne Arbeits- und Lernumgebungen sowie ein zeitgemäßes Ausbildungsmarketing. Vor diesem Hintergrund stellt sich vielen KMU die zentrale Frage, wie sie Digitalisierung und KI gezielt und zukunftsfähig für die Ausbildung nutzen können.
Genau hier setzt das JOBvision-Projekt DiKITransPRO an: Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen in der Region Stuttgart mit praxisnahen Impulsen dabei zu unterstützen, digitale und KI-bezogene Kompetenzen systematisch in die duale Ausbildung zu integrieren. Das Projekt ist Teil der JOBvision-Initiative und wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefördert.
Zum offiziellen Projektauftakt kamen rund 50 Teilnehmende im ZD.BB zusammen. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Bildung und regionalen Netzwerken nutzten die Veranstaltung, um sich über die Zielsetzung und die geplanten Aktivitäten des Projekts zu informieren, sowie erste Impulse für die Weiterentwicklung der dualen Ausbildung zu diskutieren. In seiner Eröffnungsrede unterstrich Dr. Sascha Meßmer, Leiter der Wirtschaftsförderung Landkreis Böblingen, die Bedeutung des Projekts für den Mittelstand in der Region: „Wir müssen den Mittelstand zukunftsfähig aufstellen – besonders im Umgang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Das gilt ausdrücklich auch für die Ausbildung. Mit diesem Projekt stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft, indem wir praxisnahe Lösungen bieten und die Ausbildung als zentralen Erfolgsfaktor im digitalen Wandel neu denken.“
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung hielt Gunnar Schwab, der Vorsitzende der Agentur für Arbeit Stuttgart, einen Impulsvortrag zur aktuellen Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Daran schloss sich ein Überblick zu den konkreten Unterstützungsangeboten des Projekts DiKITransPRO an. Vorgestellt wurden unter anderem individuelle Beratungen, Workshops, Fachveranstaltungen sowie Austauschformate mit Betrieben, Bildungseinrichtungen, Initiativen und weiteren Partnern aus der Region. Praxisbeispiele aus Unternehmen verdeutlichten zudem anschaulich, mit welchen konkreten Herausforderungen Betriebe in der Ausbildung konfrontiert sind und welche Lösungsansätze bereits erprobt werden.
Zum Abschluss der Auftaktveranstaltung nutzten die Teilnehmenden bei einem gemeinsamen Imbiss die Gelegenheit zum Austausch, zur Vernetzung und zur Entwicklung erster Ideen. Dr. Claus Hoffmann, Geschäftsführer der ZD.BB GmbH, unterstrich den praktischen Nutzen des Projekts aus Sicht der Unternehmen: „Wir bieten den Betrieben Orientierung und Unterstützung bei ihrer Weiterentwicklung im Bereich Digitalisierung und KI. Gleichzeitig stärken wir sie als Ausbildungsorte, verbessern die Anschlussfähigkeit nach der Ausbildung und leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.“
Weitere Informationen finden Sie auf der Projekt-Website.












