Cybersicherheit für KMU 2026: Was NIS2 und der Cyber Resilience Act jetzt bedeuten
2026 ist für Cybersicherheit im Mittelstand ein Wendepunkt: Die Angriffe werden professioneller, gleichzeitig verschärfen neue EU-Regeln wie NIS2 und der Cyber Resilience Act den Druck auf Unternehmen – direkt oder indirekt über Kunden und Lieferkette. Für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bedeutet das: Weg vom „Nice to have“, hin zu Cybersicherheit als Pflicht und Wettbewerbsfaktor.
Warum KMU inzwischen im Fokus stehen
- Cyberkriminelle zielen immer häufiger auf KMU, weil diese oft als „leichte Ziele“ mit schwächerem Schutz gelten, aber wertvolle Daten und Zugänge zu größeren Partnern bieten (Quelle: Cybersicherheit 2026 – diese Punkte werden für KMU wichtiger).
- Cloud-Dienste, Remote Work und vernetzte Produktionssysteme haben die Angriffsfläche deutlich vergrößert – selbst kleine Betriebe betreiben heute eine komplexe IT-Landschaft (Quelle: Cybersecurity für KMU: Risiken & Lösungen im Überblick).
Was sich 2026 regulatorisch ändert
- Die NIS2-Richtlinie weitet die Pflichten für Cybersicherheit deutlich aus; viele KMU werden zwar nicht direkt erfasst, sind aber über ihre Rolle als Zulieferer und Dienstleister ihrer größeren Kunden betroffen.
- Der Cyber Resilience Act verpflichtet Hersteller und Anbieter digitaler Produkte zu „Security by Design“ und regelmäßigen Sicherheitsupdates – das wirkt sich auch auf KMU aus, die Software entwickeln, integrieren oder als OEM vertreiben.
Typische Irrtümer im Mittelstand
- „Wir sind zu klein und uninteressant“ – tatsächlich trifft ein großer Teil der bekannten Angriffe inzwischen KMU, weil Großkonzerne oft besser geschützt sind.
- „Firewall und Antivirus reichen“ – moderne Angriffe umgehen klassische Schutzmechanismen, nutzen gestohlene Zugangsdaten und menschliche Fehler wie Phishing.
Und jetzt? Konkrete Maßnahmen für mehr Cybersicherheit
- Einführung von Multi-Faktor-Authentifizierung für Mail, VPN, Cloud und kritische Geschäftsanwendungen reduziert das Risiko bei kompromittierten Passwörtern massiv.
- Strukturiertes Patch-Management und automatisierte, getrennte Backups nach dem 3-2-1-Prinzip gehören 2026 zum elementaren Mindeststandard.
- Regelmäßige Awareness-Schulungen von Mitarbeitenden, Phishing-Simulationen und klare Richtlinien im Unternehmen zu Passwörtern, Homeoffice und privaten Geräten im Unternehmensnetz sind entscheidend.
- Ein Incident-Response-Plan definiert, wer im Notfall was tut, welche Systeme priorisiert werden und wie gesetzliche Meldefristen, etwa bei Datenschutzverletzungen, eingehalten werden.
Zusammenfassung
- Sicherheit sollte 2026 Chefsache werden: Wer NIS2- und CRA-Anforderungen ignoriert, riskiert nicht nur Angriffe, sondern auch Vertragsverluste und empfindliche Bußgelder.
- KMU sollten Cybersicherheit als Investition in Vertrauen und Wettbewerbsfähigkeit begreifen.
- Wenn Sie wissen möchtest, wo Ihr Unternehmen heute steht, laden wir Sie herzlich zum kommenden Digitalfrühstück „Cybersicherheit für KMU“ am 5. Februar 2026 ein. Dort lernen Sie den kostenlosen CyberSicherheitsCheck für KMU kennen und erfahren alles über aktuelle Bedrohungslagen direkt vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg.
- Möchten Sie mehr über die neuen EU-Vorgaben NIS2 und Cyber Resilience Act erfahren? Am 12. März 2026 im Webinar „NIS2 & Cyber Resilience Act: Was jetzt wirklich zu tun ist“ gibt Ihnen Kristof Werling, Dozent für Cybersicherheit am Herman Hollerith Zentrum Böblingen, eine praxisnahe Entscheidungsgrundlage an die Hand: eine strukturierte Betroffenheitseinordnung, typische Stolperfallen aus der Praxis und konkrete Schritte für die kommenden 30 und 90 Tage – verständlich, kompakt und auf KMU zugeschnitten.





